Größte interdisziplinäre wissenschaftliche Vereinigung auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin in Österreich
 
 

Montag, 6. September 2010

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, 
sehr geehrte BiologInnen und MTA´s, 
sehr geehrte Mitglieder unserer Gesellschaft!


Wir erlauben uns, Ihnen einen Überblick über die Aktivitäten unserer Gesellschaft im Jahr 2004 und die geplanten Vorhaben im heurigen Jahr 2005 zur Kenntnis zu bringen.


I.) Aktivitäten in den Beiräten:

1) Andrologiebeirat (Leitung: Univ. Prof. Dr. Hans Pusch): 
Bei der Etablierung des Andrologiebeirates wurden folgende Aktivitäten geplant:

Vermittlung praktischer und theoretischer Kenntnisse im klinischen Sonderfach Andrologie – speziell abgestimmt auf die Bedürfnisse reproduktionsmedizinisch tätiger ÄrztInnen, BiologInnen und MTA´s. Ziel ist ein Wissensstand, der ein fehlerfreies Arbeiten am andrologischen Patienten und im Laborbereich ermöglicht. Dies wird erreicht durch Seminare mit Stufencharakter:

Grundstufe:
Vermittlung essentieller Grundlagen.
Anamnese, klinische Untersuchung, Spermiogramm.

Ausbaustufe:
Endokrinologie, Labor, erweiterte Spermatologie.

Endstufe:
Therapie, Umgang mit Spezialproblemen wie z.B. Klimakterium virile, der alternde Mann, Osteoporose des Mannes.
Entwicklungsstörungen, Hypogonadismus, Gynäkomastie, Umweltmedizin.

Qualitätssicherung:
Etablierung der WHO-Kriterien für Spermiogramme als Mindeststandard für alle Laboratorien, Ärzte, Ambulatorien und Kliniken etc. die Spermiogramme erstellen.


Am 30. Oktober 2004 wurde in Graz der erste Andrologiekurs unter reger Teilnahme vieler interessierter GynäkologInnen, BiologInnen, sowie MTA´s in den Räumlichkeiten des Institutes für Histologie und Embryologie abgehalten.

Aufgrund der positiven Erfahrungen hat der Vorstand gemeinsam mit den Mitgliedern des Beirates beschlossen, diese Aktivitäten fortzusetzen. 

Der Fortsetzungskurs: „Andrologie für Reproduktionsmediziner“ findet 

am Samstag, 2. April 2005 von 9.00 bis 13.00 Uhr statt:
Ort: Institut für Histologie und Embryologie der Medizinischen Universität Graz, 8010
Graz, Harachgasse 21.

Details zur Anmeldung und Organisation siehe Beilage und www.oegrm.at. 


2) Fortbildungsbeirat (Leitung: Univ. Prof. Dr. Herbert Zech):

Die Facharztprüfungen für GynäkologInnen erfordert auch ein umfassendes Wissen in der Endokrinologie und in der Reproduktionsmedizin. Diesen Anforderungen Rechnung tragend, hat unsere Gesellschaft als Vorbereitung zur Facharztprüfung am Vortag unserer Jahrestagung in Maria Taferl mit einer Vortragsreihe von Prof. Dohr, Prof. Hengstschläger und Prof. Wildt umfangreiche Themen angeboten und zur Vorbereitung für die Facharztprüfung wesentliche Unterstützungen geleistet.

Auch heuer werden wir diese Fortbildungsveranstaltungen und Angebote fortsetzen. Themen und Details erfahren Sie im Laufe des Frühlings.


3) Genetikbeirat (Leitung: Univ. Prof. Dr. Markus Hengstschläger)

Unter der Federführung von Univ. Prof. Dr. Hengstschläger wurde am 10. Dezember 2004 am Campus des Alten AKH Wien, Hörsaal des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin, Spitalgasse 2-4, Hof 2, 1090 Wien, ein ganztägiger Workshop „Genetik in der Reproduktionsmedizin“ mit folgendem Lehrinhalt angeboten:

- kurze Einführung in die medizinische Genetik
- Durchführung und Aussage einer zytogenetischen Untersuchung (Chromosomenanalyse) 
- Durchführung und Aussage einer molekulargenetischen Untersuchung  (Genanalyse) 
- genetische Beratung/Stammbaum
- das Management einer genetischen Untersuchung in der tägliche Praxis
- wie lese ich einen genetischen Befund
- Genetik in der Pränatalmedizin
- genetische Untersuchungen vor assistierter Reproduktion
- Präimplantationsdiagnostik

Sehr viele interessierte GynäkologInnen und BiologInnen haben daran teilgenommen. Der Wunsch nach einer Fortführung ist sehr groß, im Juni 2005 wird eine Fortsetzung dieses Workshops mit neuen Inhalten angeboten. Details erfahren Sie noch im Frühjahr.


II.) 20. Jubiläum-Jahrestagung in Maria-Taferl vom 14. bis zum 16. Oktober 2004:

Diese Jubiläums-Jahrestagung wurde von Prof. Dr. Abdulrahman Aburumieh organisiert, bestens vorbereitet und durchgeführt.

Die Teilnahme von Kolleginnen und Kollegen, Biologinnen und Biologen sowie MTA´s und das sehr positive Feedback, auch aus dem angrenzenden Ausland, über die Qualität der Referate und die Arbeit der österreichischen IVF-Gruppen, sowie deren Präsentationen, war überwältigend. Hochqualifizierte, international anerkannte Wissenschaftler nahmen die Einladung als Gastreferenten gerne an, die Diskussionen und Informationen waren vergleichbar einem internationalen Kongress!

In diesem Zusammenhang möchten wir alle Herrn Prof. Aburumieh für die perfekte Organisation und Durchführung nochmals herzlichst danken!


III.) FMed G-Novelle (Fortpflanzungsmedizin-Gesetz-Novelle)

Wie Sie sicherlich bereits wissen, ist endlich die Fortpflanzungsmedizin-Gesetzes-Novelle verabschiedet worden. 

Obwohl nicht alle unsere Wünsche berücksichtigt wurden (z.B. PID, Samen- und Eizellspende...), so ist es uns praktisch in letzter Sekunde im September doch noch gelungen, mit den tatsächlich entscheidenden Herrschaften im Justizministerium Kontakte aufzunehmen und Ihnen die Problematik der Verschärfung (Strafbestimmung zu § 10) darzulegen. Nach intensiven Beratungen durch uns wurde diese Strafbestimmung komplett fallengelassen!


IV.)EU-Direktive

Es steht nun eine neue Gefahr einer Beeinträchtigung unserer Arbeit direkt vor der Tür: 

Die Bürokraten in Brüssel und Straßburg sind beim Erarbeiten von Richtlinien und mischen hier Äpfel und Birnen (Arbeiten in Zell- und Gewebebanken, Umgang mit Gameten und Embryonen) komplett durcheinander. Wenn diese Direktive so durchginge, müssten immense Anstrengungen der einzelnen IVF-Labors erfolgen, um die apparativen und räumlichen Voraussetzungen erfüllen zu können.

Beiliegend schicken wir Ihnen die entsprechenden Aktivitäten englischer und deutscher IVF-Gruppen. Auch wir müssen uns schnellstens in die Diskussion intensiv einschalten. Wir bitten um aktive Mitarbeit (Rückmeldungen und Mitarbeitsangebote bitte an: 
Univ. Prof. Dr. Herbert Zech, Fax: 0043-5574-44836-9, Email: zech@ivf.at).
Anlage: EU-Direktive von Sjoblom, Buurmann Briefform.


V.) Geplante Aktivitäten 2005:

· Fortführung Genetik-Workshop und Andrologie-Workshop (siehe www.oegrm.at)
· Etablierung neuer Beiräte und Fortbildungsangebote
· 21. Jahrestagung vom 27. – 29. Oktober 2005 in Klagenfurt (organisiert und 
vorbereitet von Univ. Prof. Dr. Stephan Szalay)
· EU-Direktive – aktive Mitgestaltung


Im Namen des Vorstandes und unserer Mitglieder erlauben wir uns, Ihnen den Mitgliedsbeitrag von € 50.00 für das Jahr 2005 mitzuteilen.

Der Mitgliedsbeitrag beinhaltet nicht nur den Bezug der Zeitschrift: “Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie” (Individualbezug € 40.00 pro Jahr alleine dafür!), sondern auch Vergütungen während des Jahres auf verschiedenen Fortbildungsveranstaltungen unserer Beiräte z. B. Genetikbeirat, Andrologiebeirat, an Fortbildungen auf unserer Jahrestagung, reduzierte Beitrittsgebühren auf der Jahrestagung etc., sowie auch laufend Informationen über Aktivitäten auf dem Gebiet der assistierten Reproduktion in Österreich und im internationalen Ausland.

Wir bitten um Überweisung dieses Beitrages (€ 50,00.-) auf das Konto bei der Bank Austria, 
Bankleitzahl: 12000,
Konto-Nr.: 500 948 919 01,
IBAN: AT 39 1200 0500 9489 19001,
BIC: BKAUATWW.


Wir hoffen auf Ihre weitere aktive Mitarbeit bzw. wir würden uns über Ihren Beitritt zu unserer Gesellschaft sehr freuen.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen


Univ. Prof. Dr. Herbert Zech Univ. Doz. Dr. Dietmar Spitzer
Präsident Sekretär


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